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Spezialisten vs. Generalisten

Spezialisten vs. Generalisten

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How generalists triumph in a specialized world

Sollte man frühestmöglich ein Ziel fokussieren und darauf hintrainieren? Oder besser verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen und diverse Fähigkeiten entwickeln, bevor man sich festlegt?

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“Hyperspecialization” bezeichnet die Fokussierung auf eine einzige Fähigkeit, die durch deliberate practice perfektioniert wird. Der Weg zum Erfolg ist dabei linear und muss so früh wie möglich angetreten werden. Ein Beispiel hierfür ist die von Kindesbeinen an durchgeplante Karriere von Tiger Wood
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David Epstein bevorzugt demgegenüber „Range“. Mit wide-sampling und late-specializing sollen diverse Dinge ohne Leistungsdruck ausprobiert werden. Ziel ist es eine späte Spezialisierung zu erreichen, die den eigenen Stärken entspricht. Roger Federer hat sich beispielsweise erst mit 12 Jahren auf sein Tennistalent fokussiert und das mit großem Erfolg.
Source: siehe Seitenende
Source: siehe Seitenende

Epstein rät von Spezialisierung ab und erforscht den sogenannten „Fadeout“ effect. Dieser besagt, dass ein temporärer akademischer Vorteil schnell verblasst und verschwindet. Wenn ein Kind bereits mit 3 Jahren Lesen lernt, ist der vermeidliche Vorteil nur temporär, da andere Kinder spätestens im Alter von 6 Jahren ebenfalls lesen lernen. Für Epstein ist das sogenannte deep learning, also das Verständnis für das Gelesene, entscheidend und begünstigt die Lösung komplexer Probleme.

Desirable Difficulties

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Die sogenannte “desirable difficulties” schaffen, begünstigen die Speicherung von Inhalten im Langzeitgedächtnis. Je herausfordernder und frustrierender der Lernprozess kurzfristig ist, desto besserer Ergebnisse werden auf lange Sicht erzielt.

  • Unter Interleaving versteht man, dass Inhalte durch die Vermischung mit anderen Themen besser gelernt werden als in sequentieller Reihenfolge.
  • Spacing bezeichnet das Einhalten regelmäßiger Pausen während des Lernens, wodurch Inhalte wirksamer im Langzeitgedächtnis gespeichert werden.
  • Der generation effect dient dazu sich selbst zu testen und besagt, dass der wirksamste Lernprozess im Zuge des Eingeständnisses eigener Fehler eintritt.

Epstein zufolge entsteht Erfolg mit der Zeit durch Lernen, Selbstfindung und Innovation:

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Finde deine eigene Geschwindigkeit und zweifle nicht an deiner Effizienz.
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Probiere dich immer neu aus und gleiche deine Ziele dementsprechend an.
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Spezialisierung ist gut, doch ein weites Spektrum an Erfahrungen ist wertschöpfend.

Source of Content: Epstein, David J. (2020): Range. How generalists triumph in a specialized world. London, England: Pan Books Source of Image 1& 2: https://img.nzz.ch/2019/10/28/dd422ce9-5b5b-4409-8517-d1b63597041b.jpeg?width=654&height=463&fit=crop&quality=75&auto=webp – 10:35 Uhr,13.05.2021 https://imgresizer.eurosport.com/unsafe/1200x0/filters:format(jpeg):focal(1048x355:1050x353)/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/02/25/3001860-61592928-2560-1440.jpg – 10:50 Uhr, 13.05.2021

© Chair for Strategy and Organization, Technical University of Munich

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